Wine, women and song?!

Wine, women and song?!

Not so fast! Male love inspired Arab, Persian and Mughal poets, painters, and kings like Shah Abbas I of Persia, here embracing his wine boy.

The Baron of Taormina

The Baron of Taormina

Von Gloeden’s pictures fascinated the Victorians, who may have been less uptight
then us today. Judge for yourself.

Gay Greek ceramics

Gay Greek ceramics

More than one thousand vases depicting homosexual themes have survived since the heyday of Greek culture. Visit our collection.

The Barberini Faun . . .

The Barberini Faun . . .

. . . was NOT sculpted by Mr. Barberini.
Visit our Roman sculpture garden
for more examples of ancient gay art.

Not handicapped . . .

Not handicapped . . .

. . . by anti-sex religious dogma,
the Japanese developed a sophisticated
culture of male homoerotic art.

Chinese love-play

Chinese love-play

“South wind” was the Ming Dynasty
euphemism for male love.
The art
is a lot more direct.

Young men in poses . . .

Young men in poses . . .

. . . subtly homoerotic to pass Victorian muster, such as this Spinario by Gustav Eberlein,
were all the rage in the late 1800s.

Herold kidnaps Ganymede

Herold kidnaps Ganymede

See this and many other modern
art works by Rick Herold for show and for sale,
part of our new collection of contemporary art.

Von Gloeden Exhibit

Von Gloeden Exhibit

Von Gloeden’s classical scenes
have earned him a reputation as one of
the founding fathers of gay photography.

Eye to eye

Eye to eye

Zeus and Ganymede stood for many things.
We tell the myth in full, look at its meanings,
and enjoy the art.

Die Geschichte wird von den Siegern gemacht. Sie entscheiden, an was wir uns erinnern sollen und was in Vergessenheit gerät. Genau dies geschah auch mit dem männlichen Eros. Wenn man in ein beliebiges Geschichtsbuch schaut, würde man niemals vermuten, dass es Kulturen gab, die die Liebe unter Männern gepriesen haben. Dass ein Maler, ein Dichter oder auch ein Papst ihre Betten und ihre Herzen mit einem anderen Mann teilten. Anzeichen gleichgeschlechtlicher Liebe wurden entweder schnell untedrückt, wie bei den Griechen und Römern, oder schleunigst zerstört, wie es selbst heute noch mit gerade ausgegrabenen Kunstwerken der Inka und Maya passiert. Das Resultat dieses Betrugs ist eine sinnlose Polarisierung unserer Gesellschaft und ein mitunter unbeschreibliches Leid für die Menschen, welche sich in Angehörige ihres eigenen Geschlechts verlieben.

Unzensiert geben uns historische Aufzeichnungen ein gegensätzliches Bild der Realität wieder: DasDeath of Hyakinthos, Jean Broc, oil on canvas, 1801,  Musée des Beaux-Arts, natürliche Bedürfnis nach gleichgeschlechtlicher Liebe ist überall anzutreffen. Nur die Haltung der Gesellschaft ihr gegenüber hat sich verändert. Alle Kulturen haben sich mit der männlichen Liebe befasst und verschiedenste Mythen um sie gesponnen. Einige haben versucht – ohne Erfolg – sie auszulöschen.

Es war die Regel, dass Schwule Teil des sozialen und religiösen Gefüges waren. Von den antiken Stadtstaaten Griechenlands und Roms mit ihrer Eroberern (u.a. Trajan und Hadrian), über die sibirischen Schamanen und die “Zwei_Seelen” (two_spirit) Medizinmänner der Einheimischen Amerikas, bis zu den afrikanischen Stammesmännern und Chinas Eroberern und Gelehrten: Überall auf der Welt verstanden es die Menschen, wenn Männer der Schönheit anderer Männer erlagen und gaben dem Raum. Sie akzeptierten, dass Männer – verheiratet oder nicht – sich in Männer und Jugendliche verliebten, von ihnen träumten, über sie schrieben, sich mit ihnen stritten und sie mit ins Bett nahmen. Und natürlich war ihnen allen klar, dass kleine Jungen vom Liebesspiel auszuschließen sind, ebenso wie ihnen dies bei kleinen Mädchen klar war.

Im antiken Griechenland war die Liebe zwischen Männern in vielen Muhammed Qasim 1627 - Mundschenk - illuminierte Miniatur vom Shah Abbas I (1571_1629) aus Persien, wie er seinen Mundschenk umarmt - Louvre, ParisBereichen ebenbürtig mit den Ehen dieser Zeit, da sie als ebenso wichtig für das Leben und die Entwicklung des Einzelnen betrachtet wurde, und sie war daher auch in der griechischen Mythologie verankert. Sie legte den Grundstein einer Kultur, die vor über 2500 Jahren Demokratie, Theater, Philosophie, Mathematik, Geschichte, usw. begründete.

Von der Liebe zwischen Männern hieß es, dass sie die besten Qualitäten eines Jugendlichen hervorbringe, insbesondere Männlichkeit und Mut. Im Kriegsfall kämpften Soldaten oft Seite an Seite mit ihren Geliebten; später, geführt von Alexander dem Großen und seinem Geliebten Hephaestion, eroberten die Griechen die damals bekannte Welt.Griechenland war natürlich auch kein Utopia: Prostitution und Vergewaltigung, oft verbunden mit Sklaverei, war alltäglich.

In Japan wiederum wurden angehende Samurei älteren Kriegern zugeteilt, um von ihnen trainiert zu werden in Liebes_ und Kriegkunst. Selbst der Shogun hatte – neben seinen Konkubinen – viele männliche Geliebte. Diese “nanshoku” Lieben wurden von Schriftstellern und shunga_Malern aufgegriffen, welche so “shudo”, den Weg der Jugend, unsterblich machten.Genauso unsterblich machten sie das harte Leben der “tobiko” oder Fliegenjungen, reisende junge Kabukoschauspieler, welche sich am Tage auf der Bühne und nachts bei ihren Klienten im Bett bemühen mussten.In moslimischen Ländern, besonders im Iran und in Arabien, priesen und verwünschten Dichter wie Hafiz i-Shirazi und Abu Nuwas die Reize von männlichen Jugendlichen (die sie manchmal reichlich mit Wein versorgten und verführten). Nicht wenige heilige Männer von Idien bis zur Türkei hofften, verzaubert durch die Schönheit eines bartlosen Jugendlichen, durch ihn Allah zu finden. Geschichtenerzähler verankerten schwule Liebesgeschichten in denMiyakawa Choshun (1682_1753) _ Das Go Spiel _ Mitte 18. Jhd., shuga_Gemälde auf Seide, abgedruckt in ''The Love of Samurai, A Thousand Years of Japanese Homosexuality'' von Tsuneo Watanabe und Jun''ichi Iwata Erzählungen von “Tausend und einer Nacht”. Künstler wie Riza i_Abbasi amüsierten Könige und Prinzen mit exquisit gearbeiteten Miniaturen und Kalligraphien aus Persien.

Mullahs und Zensoren wetterten gegen diese Form der Liebe, aber Männer aus allen Schichten, von Kalifen bis Portiers, enfreuten sich daran und waren erfüllt von Vorfreude auf “alterslose Jünglinge so schön wie Perlen” im Paradies.

Auch in Nordamerika und Sibirien bemerkten schamanische Traditionen, die noch auf die Steinzeit zurückzuführen sind, die speziellen spirituellen Energien von Männern und Frauen, die sich zu gleichgeschlechtlicher Liebe hingezogen fühlten. Dies können wir noch immer an der indianischen “Zwei_Seelen” (two_spirit) Tradition sehen, die bis zum heutigen Tage überlebt hat.

Im außgehenden Mittelalter bis zur Neuzeit des Westens schließlich, überlebte Homosexualität größten Teils im Untergrund; sichtbar nur, wenn ein Liebespaar das Pech hatte erwischt zu werden oder wenn von Künstlern darauf aufmerksam gemacht wurde, die mutig genug waren sich den Konventionen zu widersetzen. Viele Schriftsteller, Musiker, Maler und Dichter stellten die männliche Liebe dar, aber immer in verschlüsselter Form: Michelangelo, der die Sixtinische Kapelle mit dynamischen, nackten Männerkörpern verzierte; Shakespeare, der seinen Liebsten in seinen Sonetten besang; Blake, der gegen Priester wetterte “welche meine Freuden und Leidenschaften mit Dornenbüschen fesseln”; Whitman, der den Körper mit seinem Gesang elektrisierte. Die Liste von Berühmtheiten, Künstlern, Staatsmännern, Geistlichen, Rittern und Schurken, die sich der männlichen Liebe hingaben – außschließlich oder neben der Liebe mit Frauen – ist endlos.

Die große Lüge, dass gleichgeschlechtlicher Sex “gegen die Natur” sei, eine Fiction, die sowohl Biologen, als auch Historikern aufstößt, benötigt eine immerwährende Zensur um zu überleben. Wir vom Androphile Project Domenico Cresti (genannt Passignano) 1560-1638 - Badende bei San Niccolo - private Auswahl.bemühen uns diese Zensur zu beseitigen, indem wir uns mit Arbeiten von Gelehrten zu Rollen Schwuler auseinandersetzen und unsere Erkenntnisse über die Bedeutung für die Kultur und Seele des Mannes veröffentlichen: Dies war und ist begleitet von Erfolgen, Misserfolgen und Kontroversen. Wir hoffen, dass Prosa und Dichtung, Religion und Mythologie, Kunst, Philosophie und Geschichte, die hier von überall auf der Welt gesammelt werden, zu einem tieferen Verständnis der Rolle männlicher Liebe in der menschlichen Natur führen. Wenn man zusätzlich noch den Zeitpunkt betrachtet, da dies geschrieben wird (Winter 2004), könnte es zusätzlich noch die wachsende Debatte um die “Homoehe” beleuchten, eine Tradition, die überall auf der Welt über tausende von Jahren dokumentiert ist, aber nirgendwo so ausführlich oder so aktuell wie in Nordamerika, wo sie von vielen der ersten Nationen praktiziert und geehrt wurde.

Die Dokumente, die hier zusammengetragen sind, sind die Fußabdrücke der schwul/lesbischen Muse, die Männer und Frauen auf jedem Kontinent inspirierte seid Anbeginn der Zeiten. Sie legen Zeugnis von der Unbesiegbarkeit der gleichgeschlechtlichen Liebe ab. Wo sie verboten war, wurde sie verfolgt mit Steinigungen, Verbrennung, Leukotomien, in Schulen gelehrter Homophobie, dem Galgen und dem Gefängsnis. Wo sie willkommen geheißen wurde, wurde sie erhoben in die höchsten Bereiche des menschlichen Seins.

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